Karlsfelder-Meile.de

Umwelt- und sozialkritische Kunst in Oberschleißheim

Veranstalter/ Ort

ORBIS
das seminarraumkonzept GmbH
Bruckmannring 32
D-85764 Oberschleißheim

www.orbis-muenchen.de

  • Ausstellung 14 – 21 Uhr
  • ca. 80 Exponate des Künstlers und Buchautors Christian Seebauer
  • Vortrag 16 – 18 Uhr:Zu Fuß durch das Heilige Land am Israel National Trail
    1.000 km | 20.000 Höhenmeter |  ohne Geld

Eintritt frei
Spenden erwünscht. Spenden zu Gunsten Israels größter Grüner Organisation.

18:30 Uhr: Versteigerung für wohltätigen Zweck.
(Bilder von Kindern in Kibbutz Neot Semadar zusammen mit Christian Seebauer gemalt)

 

Nicht nur Schönwettermalerei!

Auszüge aus der Ausstellung

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“Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine anmutige aber vom leider Aussterben bedrohte Kunstform: Dem corrida de toros, zu deutsch, dem Stierkampf. Möge er uns noch lange erhalten bleiben!

Schließlich geht es nicht um das Töten! Es geht um schöpferische Urkräfte. Um pure Ausdrucksstärke, Eleganz und grandiose Leidenschaft. Allen veganen Spinnern zum Trotz: Die Durchführung ist ein formvollendetes Ritual. Stilvoll, ästhetisch, rein. Ein Ereignis für alle Sinne. Erregend, kunstvoll und makellos, wenn der Matador de toros sein Werk richtig zelebriert und die Banderilleros farbenfrohe Spieße tief in das Fleisch bohren.

Ein fairer Kampf mit echten Helden! Wo gibt es das sonst noch, in der realen Welt? In entzückter Vorfreude und von aller Last befreit strebt der Toro nun einem noch viel schöneren Sein entgegen. Sein Blut verströmt in größter Dankbarkeit. Zuversicht liegt in seinem lichten Blick. Hatte er doch ein schönes Leben.

Der Torero tritt der so schön verglühenden Seele mit an Vergötterung grenzender Verehrung entgegen – ja das ist wirklich so! Die letzten Atemzüge sind am spektakulärsten, wenn man die feuchte Luft neblig aus den Nasenlöchern strömen sieht. So schön kann Tod sein.

Noch nie so ein anmutiges Spektakel mit eigenen Augen gesehen? Das Blut gerochen? Das hat schon etwas wunderbar Erhabenes! Hingebungsvoll prolongiert der Herr des Geschehens unter euphorischen Beifall den Übergang in andere Welten. Gravitätisch und würdevoll ist so ein Abschied. Es soll langsam gehen.

Für alle, die leider nicht live dabei sein können: Ab sofort wieder live im spanischen TV.”

Und ab sofort werde ich solch unendliches Leid wieder auf Leinwand bringen!

 

 

 

Ein Fischschwarm mit Tausenden von Fischen. Hoch oben kreisen still Hammerhaie. Eine friedliche und kraftvolle Szene aus dem Ozean. Ich nenne sie “Living Pixels”.

Die Fische schaffen es, sich im Kollektiv so wie ein einziger großer Organismus zu verhalten. Forscher haben gerade erst damit angefangen, diese gemeinsame Seele “Schwarmintelligenz” zu untersuchen. “Folge dem Fisch vor dir und halte die Geschwindigkeit des Fisches neben dir”.

Vor allem aber: Lebe, helfe der Gemeinschaft, den anderen und erst dann dir. Es ist an der Zeit, etwas über unsere Weltmeere zu lernen, damit wir sie schützen und respektieren können.

 

 

08.11.2013: Das sind die beiden Gesichter, die wir hier in Deutschland täglich in den Nachrichten sehen. Beides ist US-Amerika.

Es geht gar nicht um gut oder böse. Es geht darum, dass wir zu unseren Werten zurückfinden! Und weil ich an das Gute in beiden Personen und in beiden Nationen glaube, male ich!

 

 

Lampedusa: Sie verrecken vor unseren Augen!

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Nichts hat sich geändert!

Am 07.06.2011 habe ich über die Angst vor Lampedusa (damaliger Beitrag) geschrieben. Flüchtlinge “verrecken” wenige Meter vor der italienischen Küste im Suchscheinwerfer der Küstenwache. Wie es scheint, hat sich NICHTS geändert!

Als Künstler habe ich “damals” versucht, dieses schreckliche Thema auf Leinwand zu bannen. Und dafür bin ich von der Internetgemeinde massiv beschimpft und angefeindet worden. Egal. Ich werde über dieses Thema malen und schreiben, solange wir uns kollektiv einen “Dreck” um Menschenleben, Ursachen und Schicksale scheren.

 

Ertrinken hat System

Es sind nicht mehr nur verrückte “Journalisten” die dem Drama um ertrinkende Flüchtlinge einen viel größeren, womöglich sogar gewollten “Rahmen unterstellen. Endlich melden sich auch mutige Lokalpolitiker wie die Bürgermeisterin von Lampedusa, Giusa Nicolini zu Wort, die von unterlassener Hilfe spricht. Sie prangert nicht nur ein mögliches verspätetes Eingreifen an, sondern sogar von verunsicherten Fischern, denen bei Hilfeleistungen strafrechtliche Konsequenzen drohen sollen (Beschlagnahme des Bootes etc.).

 

Verrrecken lassen ist unchristlich!

Wollen wir alle so tun, als ob uns das nichts angeht? Ich werde weiter malen. Darauf könnt ihr zähhlen! Quelle: seebauers-world.com

 

 

 

The Model: Magersucht und Drogen

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Kaum eine Branche stellt ihre Menschenverachtung so offen zur Schau, wie die Modebranche.

Magersucht und Drogenmissbrauch sind aber keine Ideale. Trotzdem wird applaudiert. Ein Schlag ins Gesicht für alle, die tatsächlich mit solchen und anderen Problemen kämpfen. Dieses Model hier bräuchte einen echten Freund der ihr sagt: „Halt. Raus hier. Du benötigst Hilfe“.

Und den anderen, die keine solche Probleme haben, sollten wir öfter einmal sagen: „Du gefällst mir so, wie du bist!”

Life skizziert und dann aus Protest auf Leinwand 100 x 140 gebracht nach dem Besuch einer Modenschau in Mailand als (künftig wohl nicht mehr) geladener Gast.

Diskussion ausdrücklich erlaubt.
Euer Christian Seebauer

 

Gut, dass es Engel gibt…

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… aber gibt es sie überhaupt? Engel, die das Schlimmste verhindern? Engel, die immer da sind, wenn man sie braucht? Viele sagen nein. Ich als Künstler sage ja, es gibt sie.

Wäre ich heute noch am Leben, gäbe es keine Engel? Der Staat jedenfalls war es nicht, der mich behütet hat.

Und wie ginge es meinen kleinen Kindern, die sich alles trauen, Gottvertrauen könnte man schon sagen? Auch hier war es sicher nicht die gesetzliche Fürsorgepflicht, die meine Kinder stets behütet hat, sondern vielleicht Schutzengel. Abstreiten jedenfalls möchte ich es nicht.

Und auch sonst waren es wohl Engel, die allzu oft mein Leben begleitet haben. Wohlwollend, einfühlend, selbstlos und gerecht. Wo gibt es so etwas heute noch in unserer Welt?

Euer Christian Seebauer

 

Pissing Soldiers in Afghanistan

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Pissing Soldiers in Afghanistan Ölgemälde
Januar 2012 schockte ein Video auf Youtube die Welt.

Soldaten in Afghanistan pissen auf Tote Zivilisten. Die Meldung im US-Fernsehen lautet: “Obama and Clinton condemn a group of Marines for urinating on dead bodies, while continuing their imperialist slaughter” … singing loud: “pissing on the stage and really just don’t care…”

Kann und darf man als Künstler so etwas noch malen? Wo sind die Grenzen? Solange ‘Menschen’ solche schrecklichen Untaten vollbringen ist auch die Kunst gefragt, um allen diese hässlichen und abartigen Bilder vor Augen zu führen. Sie/ Du dürfen aber anderer Meinung sein!

Euer Christian Seebauer

Erdenkind

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Erdenkind

Es wird hier, auf dieser, unserer Welt geboren. Was geben wir ihm/ ihr mit? Was hinterlassen wir? Wie sind wir mit unserer Welt umgegangen? Und wie viele Schulden und Altlasten haben wir hinterlassen? Vieles, von dem, was wir tun, ist zu tiefts unmoralisch. Wir leben auf Kosten unserer Kinder. Als Künstler kann ich das mit Worten nicht so gut beschreiben. Aber ich möchte es Euch malen! Diskutiert über unser Philosophie. Was ist falsch, was ist noch richtig?

Euer Christian

 

Muslime am Jakobsweg…

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… oder die Weltreligionen am Tisch.

In meinem Blogbeitrag „Mekka verboten?” habe ich eine heftige Diskussion ausgelöst. Ich danke ausdrücklich allen Kommentatoren, so unterschiedliche Meinungen sie auch vertreten mögen.

Mir geht es nicht darum, zu spalten, sondern Gemeinsamkeiten zu entdecken! Sich auszutauschen und sich besser zu verstehen.

Neugierde und Toleranz

In meinem neuen Buch über die Urvariante des Jakobsweges beschreibe ich deshalb ausführlich, dass auch Muslime den Weg gehen und dass in einem „katholischen Kloster” durchaus die Weltreligionen gemeinsam am Tisch sitzen. Einer meiner Pilgergefährten, Jean-Louis aus Frankreich ist als Christ zum Buddhismus übergetreten. Am Jakobsweg ist er, so wie ich, auf der Suche nach sich selbst. Er sucht Antworten zum Leben, zur Spiritualität und natürlich zum Glauben. Für ihn spielt es keine Rolle, ob der Jakobsweg ein „katholischer” ist. Es ist der Weg zu sich selbst und es ist der Weg der Verständigung. Warum soll nicht ein gläubiger Muslim den Jakobsweg gehen. Wohlgemerkt aus seinen ganz eigenen freien Motiven? Und warum soll nicht ein Katholik am Nil entlang pilgern? Oder ein Buddhist in Jordanien? Die Motive des Pilgerns sind doch zu 90% deckungsgleich. Man geht. Man schweigt. Und manchmal tauscht man sich aus. Toleranz und gegenseitiges Interesse sind selbstverständlich.

 

Besuchen und Staunen

Es geht nicht darum, wer gläubig ist und wer nicht. Oder wer aus der Sicht des anderen gläubig ist oder nicht. Ich habe auch viele Konfessionslose (also Atheisten) getroffen, die – ganz vorsichtig – auf der Suche nach etwas “Übergeordneten” waren. Warum auch nicht? Der Jakobsweg bekehrt nicht. Er ist neutral. In meinen zahlreichen Aufenthalten in den verschiedensten arabischen Ländern habe ich immer wieder Menschen getroffen, die mich und meine Familie dazu eingeladen haben, eine Mosche zu besuchen. Natürlich mit Respekt. Und man bekommt diesen Respekt, wenn man sich die Schuhe auszieht und ganz hinten niederkniet und teilnehmen darf.

Gehen und zuhören

Dieses Mal zeige ich kein Motiv das spaltet, sondern ganz einfach einen Pilger. Wo immer er auch sein mag und was immer er suchen mag. Die Suche nach sich selbst, dem tieferen Sinn und dem Glauben beschreibe ich in meinem Buch: BURNOUT: Eine Wanderung auf schmalem Grat | Jakobsweg an der Küste | deshalb mit dem gebührendem Abstand und der Liebe zum Anderen.

Wie immer freue ich mich auf eine Diskussion. Ich freue mich aber auch auf ausgleichende und versöhnliche Kommentare!

Euer Christian Seebauer

Homs Syrien

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Fern ab unserer Heimat kämpfen Menschen für Ihre Freiheit. Daran sieht man, dass Freiheit unser höchstes Gut ist. Aber kann man so ein Thema als Künstler malen? Darf man malen, wie ein “böser” Revolutionär die Leiche eines “Patrioten” weg trägt? Oder ist es gar kein Patriot, sondern ein gefährlicher Regimegegner? Was passiert hier in Syrien, in Homs? Wie wird die Geschichte enden?

Das Original sehr Ihr zusammen mit einem Motiv aus Benghasi/ Libyen unter Seebauers_world.com

Hier darf über Freiheit und die Arabische Welt diskutiert werden!

 

Game Over

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Irgendwann konzentriert sich das Geld. Das Spiel macht keinen Sinn mehr. Fast wie im richtigen Leben, wenn Hedgefonds und Heuschrecken mitspielen.

Euer Christian

 

Shark Finning. Den Haien die Flossen abschneiden

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Hammerhaie werden bis zu sechs Meter lang und zählen zu den lebenden Fossilien im Ozean. Seit über 60 Millionen Jahren bevölkern Sie unsere Weltmeere. Dem Menschen wird der Hammerhai kaum gefährlich. Eher umgekehrt.

Zum Thema Finning wollte ich daher ein friedliches, ein ruhiges Gemälde malen. Mit Blick von unten nach oben. Im Original auf www.seebauers.world.com – Hammerhaie

Kaum vorstellbar, dass Menschen diese wunderbaren Tiere jagen, nur der Finne wegen (Haifischflossensuppe). Beim sog. Shark Finning werden den Hammerhaien die Finnen bei lebendigem Leib abgeschnitten und die Tiere „Zwecks Verendung” einfach dem Meer überlassen.

Ich bleibe lieber bei einem friedlichen Bild und hoffe, dass hier über dem Horizont nicht gerade eine japanische Fischflotte unterwegs ist.

Euer Christian

 

Mekka verboten?

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Am Jakobsweg an der Küste (Camino de la Costa, 950 Km, 19.500 HM) habe ich mehrere Muslime getroffen, die nach Santiago de Compostela gepilgert/ mitgepilgert sind. In den Herbergen und Klöstern waren alle äusserst tolerant gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Wir haben viel miteinander diskutiert. Friedlich! Über die muslimische Besetzung durch die Mauren und über die katholischen Pilger. Über den Koran und über die Bibel. Warum soll nicht auch ein Muslime den Jakobsweg gehen? Für mich kein Problem. Ich selbst bin viele Hundert Kilometer zusammen mit einem französischen Buddhisten gepilgert.

Doch wenn ein Katholik Mekka besuchen möchte, ist das verboten! Kann mir das jemand erklären? Ich verstehe es nicht!

Ich freue mich über Eure Meinungen!

Euer Christian

Tags: Toleranz Mekka Muslime Christen Jakobsweg

16 Kommentare

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1

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Kommentar von Ansar Hezbollah

21.04.2012, 16:10 Uhr

Was soll dieser unterschwellige Hass gegen uns Muslime? Warum kann man nicht einfach akzeptieren das Mekka für Ungläubige verboten ist? Für mich unbegreiflich! Und die “Muslime” die du getroffen hast sind keine richtigen Muslime. Wir gläubige Muslime würde niemals den Jakobsweg gehen!

2

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Kommentar von Umm

21.04.2012, 21:22 Uhr

Ich bin gerade in der Nähe von Mekka und würde sagen dass es auch vor allem praktische Gründe sind. Die Stadt muss mit riesigen Menschenmassen umgehen und Saudi Arabien ist auch kein Touristenland, sondern eines indem versucht wird streng religiös zu leben. Außerdem geht es im hajj ja auch um bestimmte Rituale und nicht nur um die Wanderung.

3

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Seit: Mai. 2011

Beiträge: 1

Kommentar von csee

27.04.2012, 17:58 Uhr

Ansar, genau das ist Dein Problem. Sofort wird unterschwelliger Hass unterstellt. Was aber stört dich am Bild und am Text???? Hier ist nichts unterschwelliges, sondern Neugierde und eine simple Frage. Diese hast Du im übrigen nicht beantwortet.
Und da ist noch etwas, auf das ich großen Wert lege. Christen sind NICHT ungläubig, sondern sie werden von Dir so genannt. Auch hier haben wir wohl ein kleines Problem?
Und wer ein richtiger Muslime ist, naja, kannst Du denn das beurteilen? Oder überlassen wir das nicht lieber Deinem Gott?

4

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Kommentar von Angela

27.04.2012, 18:29 Uhr

Jerder Glaube hat eine Grundwahrheit, die gemeinsam ist. In jedem Glauben haben die Menschen, diese Grundwahrheit zu ihren Gunsten/ Macht ausgelegt.
Ich lasse jedem seinen Glauben und jeder soll mir meinen lassen.
Relogionskriege gehören hoffentlich bald der Vergangenheit an!

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Kommentar von Axel B

27.04.2012, 21:40 Uhr

Ich bin Atheist.

Aber ich freue mich für jeden, der seinen Glauben findet und sich bewahrt, egal welcher Glaubensrichtung. Schön wäre es dabei halt, wenn man diesen Glauben gelassen lebt und jedem anderen Menschen seinen Glauben lässt.

Denn es gibt nicht den richtigen oder den falschen Glauben.

Respekt ist gefragt. Mit mehr Respekt gäbe es viel weniger Konflikte.

Und darum kann ich auch respektieren, dass Mekka für Ungläubige wie mich oder Andersgläubige verschlossen ist.

Lebt in Frieden, Ihr Lieben !

6

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Kommentar von Norbert H

28.04.2012, 05:35 Uhr

Interessante Diskussion, würde gerne Ansars Stellungnahme lesen zudem was csee geantwortet hat.

In meinen Augen ist Religion und Glaube im Allgemeinen ein Phänomen für mich was unglaublich viel Kraft und Potential in sich birgt, positiv wie auch leider negativ. Letztendlich ist es immer Auslegungsache und lädt zum Missbrauch ein, wie historisch und in der Gegenwart immer wieder zu beobachten ist.

Was ist nun der Grund dass Nicht-Muslime den Mekka nicht besuchen dürfen und wo war nun der Hass versteckt?

Grüße

7

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Seit: Apr. 2012

Beiträge: 1

Kommentar von Andreasworldbike

28.04.2012, 11:31 Uhr

Hallo, hier nun also der Kommentar,

Mekka,Jerusalem,Petra,Santiago,Lourdes,Fatima alles Pilgerorte auf dieser Welt.Jeder hat seinen Glauben und jeder sollte sich im klaren sein an was er Glaubt.Ich bin der Meinung das der Kommentar vor Ansar,sowohl als auch einen Rassenfeindlichen Hintergrund hat und in jeder Form übertrieben ist.Ich bin auch nicht der beste Freund von der Kirche,doch habe ich mehrmals den Jakobsweg gelaufen,bin in Petra und Lourdes sowie Fatima gewesen und stelle den Glauben anderer nicht in Frage.Wenn da jemand ist,der seine Gefühle in Bild und Kunst darstellt, dann sollte man dies nicht Kritisch sehen sondern als Botschaft für uns alle
Ich stelle mich nicht auf die Seite von Christian auch nicht auf die Seite von Ansar, aber durch das Bild werde ich Neugierig und Hinterfrage den Grund und die Gefühle, die dieser Mensch uns damit vermitteln wollte.
Ich bin in Deutschland geboren ,Christlich aufgewachsen dennoch entscheide ich als Individum was und woran ich glauben möchte.
Eine Pilgerreise ist ein Pilgerreise in der man sich, mit sich selbst und den höheren Gefühlen auseinander setzt ,um die Antworten die man sucht zu bekommen.
Wenn da jemand sagt ich laufe niemals den Jakobsweg, nur weil ich Muslime bin,dann ist es eine Fanatische Eingrenzung der Möglichkeiten die man als Mensch hat.
Jeder Mensch kann glauben woran er möchte,das hat nichts mit der Etnischen Herkunft zu tun,ich kenne auch viele aus meiner Umgebung die zum Islam aus Innerer Überzeugung konvertierten und nicht weil sie hineingeboren wurden.Bilder zeigen uns die Verbindungen und die Möglichkeiten an.

8

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Kommentar von mustafa

28.04.2012, 14:12 Uhr

was wollt ihr Ungläubigen da diskutieren? Ihr seit ungläubig und habt keine Ahnung! Der Axel ist Ateist, also ungläubig. Die anderen genauso. Also laßt uns Mekha, ihr habt dort nix verloren. Wenn ein Ungläubiger muslimische Motive malt istdas gehört das geächtet! Ich hasse das integrationsgefasel und dieses scheiss gespielte Toleranz.

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Kommentar von Abu Wahid

28.04.2012, 15:14 Uhr

Als gläubiger Muslime kann ich nur den Kopf schütteln über die Kommentare von Ansar und Mustafa. Ich versuche es mal zu erklären: Mekka ist für uns Muslime ein heilger Ort zu dem jeder einmal in seinem Lben pilgern soll. Santiago am Jakobsweg ist wohl für Christen ein solcher heiliger Ort. Wir Muslime haben dieses Santiagounter unserer damaligen Herrschaft Jahrhunderte lang respektiert, bewahrt und behütet. Ich möchte damit sagen, dass von beiden Seiten Toelranz nicht nur “Gefasel” ist, sondern dass diese Toleranz auch gelebt und ausgeübt wurde. Scharfmacheei oder mangelndes Selbstbewusstsein, was immer es bei Anar sein mag, es ist nicht stellvertretend, sondern abschreckend! Warum Mekka verboten ist? Nun, vielleicht klingt das aus heutiger Sicht einfach intolerant. ImPrinzip geht es um leben und leben lassen und Toleranz. Und die sieht man beim Künstler und die sieht man, wenn Muslime am Jakobsweg sind. Warum auch nicht? Wir haben ja sogar die gleichen Propheten!

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Kommentar von Can Turkan

29.04.2012, 11:14 Uhr

Nicht alles ist gut, in unserem Vaterland. Aber eines schon: Es gibt die Meinungsfreiheit und es gibt die Religionsfreiheit. Ich bin Alevit und Deutscher! Ich finde es gut, dass jeder bei uns glauben und sagen, was er will. Der Nahe Osten ist davon Lichtjahre entfernt. Dennoch glaube ich, dass die Menschen im Nahen Osten selbst viel weiter sind, als Ansar Hezbollah! Unterschwelligen Hass gegen Muslime kann ich übrigens weder im Bild noch im Text von Christian erkennen. Dafür ein gestörtes Wahrnehmungsempfinden bei Mr. Hisbollah! Sei froh, dass Du bei uns unbehelligt leben darfst. Aber urteile nicht Christen und dir nicht ins Schema passende Muslime pauschal ab. Ich selbst habe eine katholische Ehefrau und war auch schon mit meinem Sohn in der Kirche. Und trotzdem bin ich Muslime. Und kein schlechterer!

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Kommentar von ahmad reman

29.04.2012, 11:28 Uhr

Ich finde, Christian hatdoch genau die richtige Frage gestellt: Warum ist Mekka für andere verboten? Wir (Muslime) sollten darüber mal nachdenken. Wenn sich jemand mit Respekt und aufrichtig für uns und unseren (anderen) Glauben interessiert, ist das doch eine gute Sache! Ich sehe darin keine Gefahr und keinen Hass, sondern das genaue Gegenteil.

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Kommentar von Sandra

29.04.2012, 16:59 Uhr

Ich würde mich als Agnostikerin bezeichnen, interessiere mich aber für Religionen und religiöse Diskussionen. Für mich ist dies ein Zeichen des Respekts, in einen Diskurs zu gehen, aber man kann niemandem aufzwingen, etwas zu glauben. Glaube kommt von tief innen. Offenheit und Toleranz zeugen von Selbstbewußtsein, einem Sich-nicht-verstecken-müssen. Da ich vor kurzem in Salt Lake City war und den Mormonentempel besucht habe, der im Übrigen auch nur von “guten Mormonen” betreten werden darf, also mir auch verschlossen blieb, kann ich Christians Frage sehr gut nachvollziehen. Für die Mormonen ist der Tempel ein heiliger Ort und kein touristisches Ziel, in dem die Gläubigen Gott nah sein sollen und mit ihm sprechen.
Jede Religion kann dies handhaben, wie sie will und ich werde das so akzeptieren und respektieren.

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Kommentar von Ogdan

16.05.2012, 10:27 Uhr

@Abu Wahid

leider ist das, was sie schreiben historisch nicht korrekt. Der Pilgerweg bildete sich erst nach 1000 aus (erste urkundliche Erwähnung 1047), also nach der Vertreibung der blutigen moslemischen Eroberer durch die christlichen Ureinwohner – Nordspanien war seit 930 geschlossen wieder in der Hand der christlichen Ureinwohner.

Der Jakobsweg gedenkt insbesondere auch der christlichen Märtyrer, die unter der moslemischen Herrschaft wegen ihres Glaubens ermordet wurden. Erinnert sei an die Pogrome 889 in Elvira und 891 in Sevilla. Hier sei auch an das Massaker von 1066 in Cordoba erinnert, als die jüdische Urbevölkerung von Cordoba durch Moslems ausgelöscht wurde, die dann ins christliche Norspanien flohen.

Der Jakobsweg kann also historisch-faktisch keine Wurzeln in der Terrorherschaft der moslemischen Araber in Spanien haben. Er wurde auch nie durch irgendwelche Moslems geschützt oder bewahrt.

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Kommentar von Der Vollständigkeit halber

06.06.2012, 03:39 Uhr

@Ogdan:

Ihre Ausführungen enden bedauerlichweise gerade an jenem Punkt, wo nach der Vertreibung der islamischen Herrscher die Terrorherrschaft der spansichen Christen einsetzte, die nicht gerade zimperlich mit den verbliebenen Juden und Moslems umsprangen, die mit dem religiösen Paradigmenwechsel die Zwangskonvertierung zum Christentum ablehnten.

Eignen Sie sich bitte eine ausführliche Darstellungstreue an, wenn Sie hier im geschichtlichen Rahmen zu referieren beabsichigen. Gewaltausübende “Überzeugungsarbeiten” gehörten zum Standardrepertiore einer epochenrohen Qualität (Mittelalter), in der sowohl die politischen Phalanxen des Chistentums und des Islams nicht mit steten Höhepunkten geglänzt haben.

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Kommentar von Ogdan

13.09.2012, 20:26 Uhr

@Der Vollständigkeit halber

… was soll das mit den historischen Wurzeln des Jakobsweges zu tun haben? Ich habe mit Belegen nachgewiesen, daß die Aussagen von @Abu Wahid nicht stimmen können, da die zeitliche Abfolge nicht passt.

Die Ablösung der Terrorherrschaft verschiedener Moslemsclans wurde durch die christlichen Einwohner ersetzt – wer dazu Detaills haben will, soll sich an anderem Ort informieren. Hier ging es um den Jakobsweg.

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Kommentar von XxUmmahxX

24.03.2014, 15:22 Uhr

Also ich versuche das mal so zu erklären.
Das hat nichts mit der Religon zu tuhen sondern mit der Organisation. Es kommt jedes jahr zu Pilgerzeit (Hajj) eine große Menschenmasse die immer das selbe macht zum selben Zeitpunkt das muss alles Organisiert werden. Mekka ist auch kein Touristen gebiet sondern eine heillige Stadt. Deswegen denke ich das es wichtiger ist einen Gläubigen Muslim in Mekka rein zu lassen als einen Neugierigen Nicht-Muslim.
Es könnte aber auch was damit zutuhen haben das viele befürchten wenn man Nicht-Muslime rein lassen könnte das die dann etwas verändern könnten, Mekka ist ja schließlich eine Heillige stadt die jahrhunderte lang geschützt wird deswegen sind die saudis auch sehr streng. Aber das hat ganz bestimmt nichts mit intoleranz zu tuhn.

 

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Kommentar von BakrBakr

25.03.2014, 12:20 Uhr

Male weiter so. Tod bist du, wenn ich dich treff.Menschen wiu du muss man köpfen!!!!

 

 

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Nightvision-War

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Nightvision-War

Der Krieg mit Nachtsichtgerät.Töten wie im Computerspiel.

Noch immer habe ich die grünen Bilder der Nachtsichtgeräte (Nightvision) im Kopf, die 2003 um die Welt gingen. Bis heute wurden im Irakkrieg etwa 15. 000 “Präzisionsbomben”, 8. 000 ungesteuerte Sprengkörper und 800 Marschflugkörper bei 30. 000 Einsätzen eingesetzt (Quelle Wikipedia). Die Zahl der getöteten Zivilisten liegt je nach Studie zwischen 89. 000 und 194. 000. Alles Präzision? Machen Nachtsichtgeräte, Head-Displays und Drohnen das Töten leichter? Kann man so ein Volk “befreien”, Freunde und Ansehen gewinnen? Als Künstler war es mir ein Anliegen, den Schrecken im fahlen Licht der Nachtsichtgeräte auf Leinwand zu bringen. Dennoch bin ich sicher, dass die Vorstellung hier gar nicht ausreicht.Mehr dazu unter http://www.seebauers-world.de/irak-afghanistan.php

Ich freue mich auf Euren Kommentar

Christian

Walfang

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Durch ein internationales Moratorium wurden die Walfangquoten auf Null gesetzt. Dennoch gibt es ein perverses Schlupfloch für den grausigen Walfang. Er ist z.B. für „wissenschaftliche Zwecke” erlaubt.

Walfang für die Wissenschaft

Dieses Scheinargument nutzt Japan, um jährlich etwa Tausend Wale abzuschlachten. Was daran „wissenschaftlich” sein soll, wissen selbst Japaner nicht.

Norwegen abseits der Weltgemeinschaft

Die zweite große Walfangnation ist Norwegen. Sie hat dem Moratorium widersprochen und fühlt sich an die Entscheidung der Weltgemeinschaft nicht gebunden. Norwegen alleine jagt mehr als Tausend Wale jährlich.

Blutbad im Ozean

Die Jagd nach Walen ist ein grausames Blutbad im Ozean, bei dem die harpunierten Tiere oft bis zu einer Stunde lang um den Tod ringen. Das Meer ringsherum färbt sich dann blutrot. Die verendeten Tiere werden von den Harpunenschiffen an das Mutterschiff übergeben, aus denen das Blut seitlich abglassen wird.

Bild 1: Ein Harpunenschiff hat einen Wal getroffen und quält ihn nun zu Tode. (Original in Öl 100 x 80 auf seebauers-world)

Bild 2: Ein schwimmendes Industrieschiff zieht den Kadaver an Bord (Original in Öl 100 x 70 auf seebauers-world)

Als Künstler kann ich mir natürlich schönere Motive aussuchen. Doch mit einem Sonnenuntergang in Venedig kann ich nichts bewegen.

Euer Christian Seebauer

 

Kindesmissbrauch in der Kirche

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Missbrauch: Vom Schweigen der Opfer

Welch unermessliche Angst müssen Opfer einer Kindesmisshandlung wohl haben haben, um bis heute zu schweigen? „Der Blitz wird in dich fahren, wenn du es jemals sagst!”.

Kann man nicht malen!

Doch, man kann. In dunklen Blautönen zeigt mein Ölgemalde die Nacht des Schreckens. Links vorne ein Priester mit Kind aus der Perspektive des Unterworfenen. Bis heute verhindert eine Mischung aus Angst, Scham und Einschüchterung die systematische Aufklärung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Täter predigen noch heute ungeschoren vom strafenden Gott. Die Dunkelziffer dürfte extrem hoch sein. Als Künstler möchte ich nicht nur Bilder malen, die man sich in das Wohnzimmer hängen kann. Denn das, was hier stattfand, verjährt in den Seelen der Betroffenen wohl nie!

Verurteilung Fehlanzeige!

In Deutschland verjährt sexueller Missbrauch von Kindern strafrechtlich zehn Jahre nach dem 18. Lebensjahres des Opfers. Was hilft es, wenn man da einem Opfer ohne Anerkennung einer Schuld wenige Tausend Euro in die Hand drückt? Es wird weiterhin erniedrigt, verschwiegen und verharmlost.

Angefeindet – Na gerne!

Schon kurz nach der Veröffentlichung meines Ölgemäldes Missbrauch 100 x 100 Anfang 2010 bin ich auf zahlreiche Art angefeindet worden. Ärgerlich zwar, aber wie mag es da erst den Opfern gehen, wenn noch immer so viel Hass in der Sache liegt. Als Maler kann ich zwar fühlen, aber dass, was die Opfer erlitten haben, geht wohl weit darüber hinaus, was sich ein Mensch jemals vorstellen kann.

 

Ich freue mich auch über negative Kommentare. Sie zeigen, wie hart das Thema wirklich ist!

 

Euer Christian Seebauer

 

Dieses Gemälde hat so viele Gemüter erregt, dass ich es kurzzeitig aus dem Netz nehmen musste.

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Nein, von so einem Thema sollte man die Finger lassen! Damit ziehst Du die ganze Kirche in den Schmutz. Bloß weil jetzt nach 30 Jahren ein paar Behauptungen aufgestellt werden? Und was ist dran? Alles Geldmache!“

9-11 Ground Zero

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Am 11. September 2011 passierte das Unfassbare*): Die Vereinigten Staaten wurden auf eigenem Territorium angegriffen. Die zertstörten Twin-Towers “Ground Zero” markieren auch den Startpunkt für die Jagt auf Bin Laden und für kriegerische Auseinandersetzungen.

 

Durften die Bin Ladens ausreisen?

Teile der Familie Bin Ladens, die sich am 11. September in den USA aufgehalten haben soll, durften “trotz absoluten Flugverbots” offenbar auf Anweisung höchster Ebene ausreisen.

 

Verschwörungstheorien nicht ausgeräumt

Viele Verschwörungstheorien ranken sich heute um den Einsturz des World-Trade-Centers. Als Künstler nehme ich mir die Freiheit, auf die zeitliche Abfolge der Ereignisse keine Rücksicht zu nehmen. In meinem Werk brennen die Türme bereits, während in einer Rückblende die Flugzeuge kurz vor dem Einschlagen sind.

8:46 Uhr: Flug AA 11 schlägt im Nordturm WTC1 ein (links, 93ste-99ste Etage)

9:03 Uhr: Flug UA 175 schlägt im Südturm WTC2 (rechts) ein, 77ste-85ste Etage)

9:56 Uhr: Menschen stürzen sich in die Tiefe (im Original zu sehen)

9:58 horizontale Rauchsäulen in unteren Etagen ??? Warum/ Woher?

Vieles wird wohl für immer unbeantwortet bleiben. 10 Jahre später habe ich mich dazu entschieden, diese Scene in einer ungewöhnlichen Perspektive auf Leinwand (100 x 80) zu bringen. 10 Jahre zuvor, – nur eine Minute später – begann der erste Turm einzustürzen.

9:59 Uhr Der Südturm stürzt ein

10:28 Uhr Der Nordturm stürzt ein

 

Ground Zero ein Thema für Kunst?

Kann, darf und soll man als Künstler ein solches Thema aufgreifen? Mein Bild seht Ihr auch unter: http://www.seebauers-world.de/911.php#1539 Ich freue mich über Kommentare. In der Zwischenzeit male ich weiter!

Euer Christian Seebauer

 

*) War das Schicksal des World-Trade-Centers und der Menschen bereits lange zuvor besiegelt? Und wußten US-Behörden Bescheid? Und woher stammen die Feuer-Rauch-Schaden in den unteren Stockwerken?

Camp Delta – Guantanamo

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Zivilisierte Welt verhöhnt Menschenrechte

Folter, Schläge, Schlafentzug und Waterboarding. Menschenrechte werden für die Gefangenen in Guantanamo ausser Kraft gesetzt. Grund genug, um diese und weitere Themen zu Malen. “George W. Bush und seine engsten Mitarbeiter haben … von der Unschuld der meisten Guantanamo-Gefangenen gewusst, diese aber aus politischen Gründen weiter in der Sonderhaftanstalt gelassen.” (Quelle: Der Standard. 5. Mai 2010)

Häftling ohne Gesicht – Gebt ihm eins!

Seit einigen Jahren kursieren Fotos im Internet, die Gefangene in Camp Delta zeigen. Beim Freigang sind ihre Augen, Ihre Ohren und ihr Mund verschleiert. Der orangefarbene Overall ist längst ein Symbol für Proteste der Menschenrechtsorganisationen geworden. Jetzt male ich das als Ölgemälde! Der oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat entschieden, dass diese Inhaftierungen nicht rechtens sind. Und Obama hat im Wahlkampf versprochen, dass Guantanamo aufgelöst wird. Jetzt heißt es malen, bloggen, erinnern und verbreiten!
Kunst ist: Diese Botschaft zu verbreiten!

Als Künstler habe ich nicht die Möglichkeiten, die Welt zu verändern. Gemeinsam können wir diese Themen aber weitertragen und Politik von unten nach oben machen. Liebe Blogger: Tragt dieses Bild hinaus in die Welt! Verlinkt es, vernetzt es, gebt es weiter mit Facebook und Co.

Vielleicht wachen unsere Politiker auf, wenn das Bild Tausendfach im Netz ist. Freigabe: Hiermit ausadrücklich erteilt!

Ich freue mich über jeden Beitrag! Weitere umwelt- und sozialkritische Themen seht Ihr auf www.seebauers-world.com. Ich selbst werde nicht aufhören, Kunst auf meine Art zu definieren.

Euer Christian Seebauer

 

Opfer der Brandrodung

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Gerade wurde der Lebensraum dieses Schimpansen unwiderbringbar zerstört. Durch Brandrodung. Er ist zwar der Flammenhölle entkommen, ob er überlebt, ist eine andere Sache. Falls ja, kann er angekettet als Haustier weiterleben??? (Weitere Bilder auf meiner Webseite)

Diese Szene möchte ich allen Bloggern mit einem drastischen Ölgemälde zeigen. Schreiben Sie was dazu!

Dieses Drama wiederholt sich im Regenwald ständig. Palmöl (alias E10) ist der härteste Konkurrent für das Leben.

Euer Christian Seebauer

Brandrodung im Regenwald

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Benzin ist der Zündstoff, um den sich alles dreht. Wie immer beginnt alles mit ein paar Kanistern und einem Streichholz. Tatort ist der Regenwald. Ziel ist die Zerstörung, um Palmöl und damit neuen Treibstoff zu gewinnen. (zur Webseite)

Hurra, es brennt

In meinem Ölgemälde feiern Einheimische, dass es endlich brennt. Kurioserweise zieht die Thermik mit ihrem gewaltigen Sog die Luft nach innen und verschont so die Urwaldriesen am Waldrand. Deshalb muß hier noch Hand angelegt werden. Oft sogar mit deutschen Kettensägen.

Ein Spektakel, welches sich auf kurze Sicht auszahlt, wurde mit Benzin in Gang gesetzt. Auf einem einzigen Quadratkilometer gerodeter Fläche können später bis zu 600 Tonnen Palmöl gewonnen werden. Bei einem Weltmarktpreis von 3.966,58 EUR pro Tonne (Börsenhöchststand 1. Quartal 2011) bedeutet das einen jährlichen Ertrag von 2,3 Millionen Euro. Ein feines Geschäft. Nur für wen?

Europa ist vorne mit dabei

Hauptabnehmer ist Europa. Weit weg vom Tatort. Während wir hier zu Lande über Stuttgart 21 diskutieren, gehen uns täglich 356 Millionen 164 Tausend 383 Quadratmeter Regenwald verloren. Jährlich sind das 130.000.000.000 Quadratmeter (Quelle: Wikipedia).

Dieses und andere umwelt – und sozialkritische Bilder sehen Sie wie immer auf seebauers-world.com

Euer Christian Seebauer

Bedohter Lebensraum

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Oft liest man, wie viele Quadratkilometer Regenwald täglich zerstört werden. So erschreckend diese Aussagen auch klingen, sie machen uns kaum betroffen. Es fehlt einfach die Vorstellungskraft für abstrakte Vergleiche und für das, was wir selbst tun könnten.

Als Künstler möchte ich dem Thema „Bedrohter Lebensraum” deshalb ein Gesicht geben. Nur wenn wir einem Problem direkt in die Augen sehen können, entwickeln wir Mitgefühl, Emotionen und ein tieferes Verständnis.
Am Ort des Geschehens

Rücken wir also vor, direkt zum Ort des Geschehens: An die täglich näherkommende Grenzlinie zwischen „dem da drin” und „denen da draussen”. Genau dort, wo dichte Blätter die letzte natürliche Barriere zur abgeholzter Profitfläche bilden, spielt sich meine Szene ab. „Es da drin” beobachtet uns. Mit neugierigen, aber ängstlichen Augen. „Es” sieht, wie wir erbarmungslos vorrücken und das Leben da drin zurückweichen muß. (Siehe Seebauers-World)

Und hier auf der Leinwand kann „es” uns direkt anblicken. Fragend und ahnend, was passieren wird. Nicht dass ich gegenstandslose Malerei und Interpretationitis verachte… ich möchte Ihnen hier richtige Augen zeigen, die sie bestimmt nicht interpretieren müssen.
In die Augen sehen

Wenn wir einem Lebewesen in die Augen blicken, dann wird auch unser Gehirn zum Ort des Geschehens. Spiegelneuronen machen es möglich. Diese erst 1995 entdeckten speziellen Gehirnzellen sind in der Lage, bei uns selbst ähnliche Gefühle auszulösen, wie jene, die der Betrachtete durch seine Mimik und Gestik zeigt.

Dadurch sind wir in der Lage, Gefühle wie Freude, Angst, Zuneigung und Abneigung nicht nur zu deuten, sondern sie sogar nachzuempfinden. Empathie, also die Fähigkeit, sich einzufühlen ist die Grundvoraussetzung, sich mit einem Lebewesen zu solidarisieren, sich verbunden zu fühlen, seine Probleme zu verstehen.
Mitgefühl ist ansteckend, wenn…

In der Neurologie unseres Gehirns mag vielleicht der Grund dafür liegen, warum sich Menschen, die vor Ort einem verängstigten Lebewesen in die Augen gesehen haben oft in besonderer Weise für den Erhalt des Lebensraumes einsetzen können.

Dieses Mitgefühl möchte ich mit meinem Ölgemälde jedem Betrachter zugänglich machen. Senden Sie es weiter. Nutzen Sie Facebook & Co. Dann ist Mitgefühl ansteckend.

Für mich selbst wurde die Leinwand mit jedem Pinselstrich mehr und mehr zu einem Fenster in einen erdachten Regenwald. Es waren die Augen, die mit mir „kommuniziert” haben. Stunde für Stunde wurde dann aus einem „es” ein Lebewesen, dass mich anblicken konnte. Abstrakt? Nicht so abstrakt wie harte Fakten.
Alle drei Jahre eine Fläche wie Deutschland vernichtet

Nach einer Studie der Global Forest Resources Assessment 2005 verringert sich durch Entwaldung (Deforestation) der Habitatverlust jährlich um 130.000 Quadratkilometer. Das entspricht pro Jahr der 85.000sten Fläche des Fürstentums Monaco oder einem Drittel der Fläche Deutschlands. Es darf davon ausgegangen werden, dass diese Daten 2011 noch übertroffen werden. In einer globalisierten Welt können wir uns unserer Verantwortung nicht mehr entziehen. Wir sind Auftraggeber!
E10 – eine Bedrohung für den Regenwald

Während weltweit Regierungen die Produktion von Palmöl als Vernichter des Regenwaldes sehen, geht der Wahnsinn per EU-Verordnung in Europa munter weiter. In einer globalisierten Welt wird importiert und exportiert, was das Zeug hält. Täglich entstehen neue Anbauflächen durch Brandrodung, um die starke Nachfrage zu befriedigen. Die Augen auf der Leinwand scheinen zu ahnen, dass der Lebensraum verschwindet.
Kettensägen: Made in Germany

Eine deutsche Unternehmensgruppe, die nicht zu Letzt durch ihre Kettensägen bekannt ist, veröffentlicht für das Halbjahr Januar bis August 2010 einen Umsatz in Höhe von 1,6 Milliarden Euro (über 11.000 Mitarbeiter weltweit). Die Währungsstärke eines genannten Regenwald-Landes soll in besonderer Weise zum guten Ergebnis beigetragen haben.

Vielleicht ist eine deutsche Kettensäge das Letzte, was die auf Leinwand gebannten Augen je sehen werden.

 

Abholzung – finanziert von Banken

Und wieder sind es die Banken, die anscheinend in einem Businessplan für „Strategische Landentwicklung” ein profitables Investment sehen. Abholzungskosten und Umwandlungskosten bishin zur Anlage von Palm-Monokulturen werden finanziert, z.B. über Fonds. Dem werten Käufer werden diese womöglich bei seiner Hausbank als Öko-Anlage untergejubelt, die er mit einem gutem Gewissen zeichnen kann. Möge der Privatkunde zuvor die Augen im Regenwald gesehen haben!
Trinken für den Regenwald

In der Werbung wird uns gerne suggeriert, ein gutes Gewissen zu bekommen, wenn wir dies oder das tun. Sogar trinken für den Regenwald ist in. Ein Ablasshandel wie er schon aus dem Mittelalter bekannt ist. Als Künstler kann ich Ihnen leider keinen Quadratmeter Regenwald anbieten. Aber ein Gemälde, dass Sie per Facebook und Co. gerne weiterverbreiten und diskutieren dürfen. Helfen Sie mit – legen Sie los.
Ein Anwalt für den Lebensraum

Gerade weil der verschwindende Lebensraum keinen ernst zu nehmenden Anwalt hat, ist es sinnvoll, genau hierüber nachzudenken. Wer wäre der beste Anwalt hierfür? Sind es Promis, die sich für den Erhalt engagieren? Oder Initiativen wie von Google Earth, die Regierungen und der Allgemeinheit ständig aktualisierte Satellitenbilder der Rodungsgebiete zur Verfügung stellen? Oder ist es die Bevölkerung vor Ort, die ein Bewusstsein für den unendlichen Reichtum und den Wert ihrer Ressorcen entwickeln muss?

Wir alle sind gefragt. Als Künstler kann ich die Abholzung nicht aufhalten, aber ich kann Sie, liebe Leser einem Wesen in die Augen blicken lassen.

…weiterführende Gedanken erschließen sich – so man will, von ganz alleine. Weitere sozialkritische Themen finden Sie wie immer unter www.seebauers-world.com.
Es liegt nun an Ihnen, dieses Bild zu verbreiten…

 

Endlager Ozean

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So oder so…

Endlager Ozean: Mein Ölgemälde Fukushima beschäftigt sich mit der Sicht des Lebens da draussen. Echtfarben oder Falschfarben – egal. Die Gefahr kommt von uns Menschen! (Bild 2 in Falschfarben – die invertierte Sicht)
Sichere Endlager gibt es nicht

Für das Thema Endlagerung gibt es eigentlich keine vernünftige Lösung – in geologischen Zeitmaßstäben gesehen. Denn das, was heute ein Salzstock ist, war vor geologisch nicht allzu langer Zeit zwingenderweiße ein offenes Meer. Woher sonst das Salz? Auch die umgekehrte Vorstellung ist denkbar!

Einen wirklich sicheren Ort für die Endlagerung gibt es nicht. Wo heute Berge sind, findet man versteinerte Muscheln, wo Land ist, findet man Salzstöcke. Und wo Meer ist (z.B. schwarzes Meer) findet man umgekehrt am Meeresboden Überreste antiker Siedlungen.

Das Problem auf zukünftige Generationen abzuwälzen ist unmoralisch. Verbuddeln bedeutet, dass alles irgendwann und irgendwo plötzlich wieder da ist.
Künftige Archeologen werden Endlager entdecken

Kaum vorstellbar: Noch heute werden neue, längst in Vergessenheit geratene Pyramiden entdeckt. Ein US-Archäologenteam hat jüngst (2011) in Ägypten mit Hilfe von Satellitenaufnahmen 17 Pyramiden sowie tausende Gräber und Siedlungen entdeckt.

Zugeweht mit Milliarden Tonnen Sand und einfach vergessen. Auch in Mexiko werden ständig neue Maya-Kultstätten entdeckt. Wie kann das heute noch sein? Ein weiteres Beispiel ist Angkor Wat (Ölgemälde Angkor Wat) – eine ganze Stadt, um die sich viele Legenden ranken. Einfach vergessen und vom Urwald überwuchert.

Man benötigt nicht viel Fantasie, dass auch unsere Endlager in Vergessenheit geraten werden, gerade weil sie an der Oberfläche gar nicht sichtbar sind. Doch das, was künftige “Weltraum-Archeologen” finden werden, wird zu gigantischen Problemem führen.


Endlager Ozean

Ein homöopatischer Grundsatz lautet: Verdünnen, verdünnen und nochmals verdünnen! Die Ozeane als fast unendliches Reservoir haben ihr Potenziel längst aufgezeigt. US-Präsident Harry S. Truman beschloss im Dezember 1945 (Codenamen Crossroad), das Bikini-Atoll sowie das Eniwetok-Atoll für Atombobentests zu verwenden. Offiziell sollen dort 67 Kernwaffentests durchgeführt worden sein, darunter Wasserstoffbomen wie die „Bravo” mit der Tausendfachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Die Verstrahlung der Zivilbevölkerung (Inseln Rongelap und Rongerik, sowie Mururoa und Fangataufa im Tuamotu-Archipel durch Frankreich) soll dabei bewußt in Kauf genommen worden sein. Unwissenheit kann auch kaum unterstellt werden.

Warum also nicht auch das bisschen strahlenden Müll im Meer verklappen? In der homöopathischen Potenz D23 (also einer Verdünnung von 1:100 Trilliarden) hätten Uran, Plutonium und Co. vielleicht sogar eine erst zu entdeckende “heilende Wirkung”. Nach dem Ähnlichkeitsprinzip (Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden) könnten mit potenziert strahlendem Material ja vielleicht sogar Menschen mit mangelnder Ausstrahlung oder Depressionepatienten geheilt werden. Die Potenz D23 entspricht allerdings nur 3g Strahlenmüll verdünnt im gesammten Mittelmeer. Die Ozeane müssten also weitaus mehr aufnehmen. Viele neue Mutationen würden die Welt „bereichern”.
Längst geschehen

Mangels Alternative flossen unlängst in Fukushima (Japanisch „Glücksinsel”)” „geringe Mengen” in den unendlichen Ozean. Wie gigantisch die Ausmaße sind, zeigt eine unscheinbare Zeile im Tepco-Bericht vom 04. April 2011.

Der Boden des Geländes wurde so sehr mit radioaktivem Wasser durchtränkt, dass es bis in die Gebäude der einen Kilometer entfernten Reaktorblöcke 5 und 6 gedrungen sein soll. Glück im Unglück: Fast alles andere floss in den Ozean!

 

Leben vor Fukushima

Is there anybody out there? Mein Ölgemälde „Fukushima” zeigt das Geschehen aus der Sicht des Ozeanes. Es ist die Sicht des Lebens! Und an dieser Stelle endet meine Ironie des Artikels, denn was soll ein Künstler auch groß schreiben? Malen, das kann ich besser. Leben, wohin das Auge blickt. Flucht unmöglich. Gefahr von vorne, dort wo das Lebewesen Mensch sein Unwesen treibt.
Ich freue mich über Ihre Kritik und Diskussion.

Dipl.-Ing. Univ. Christian Seebauer

 

Atomausstieg

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Lustig, wenn’s knallt

Um Energie zu gewinnen, versucht man eine “Kettenreaktion” auf Messers Schneide zu beherrschen. Das System kann man sich so (in)stabil vorstellen, wie den Versuch, eine Murmel dauerhaft auf einem Zahnstocher zu jonglieren. Alles andere führt unweigerlich zum GAU (größter anzunehmender Unfall). Als Künstler male ich heute über meine Erfahrungen, die ich während meines Elektrotechnik Studiums in einem Praktikum im Kernforschungsreaktor Garching bei der GSR Gesellschaft für Reaktorsicherheit gesammelt habe.

Als fast schon fertige Diplomingenieure „durften” mein Studienkollege Tom und ich damals wochenlang die Notausschaltung und Verhinderung der Kernschmelze auf einem Großrechner simulieren. Letzteres gelang uns (in der Computersimulation) allerdings nie. Trotzdem gab’s am Ende eine gute Note. Wahnsinn!

Egal, an welcher der vielen Stellschrauben (Sicherheitsparameter) wir auch drehten, es kam (fast) immer zum GAU. Dieses Ereignis meldete uns der IBM-Großrechner mit einer erheiternden Sirene und bei jedem weiteren (simulierten) GAU stieg natürlich unsere (damals doch noch recht kindliche) Stimmung.

Der uns betreuende Doktorand wollte uns nach drei Wochen GAU’s schließlich zeigen, wie es besser geht. Sie ahnen es bereits: Es war der „Vorführeffekt” – wieder ein GAU!
Der sicherste Ort der Welt…

… ist natürlich ein Atomreaktor. Ideal also, um oberhalb des Containments in einem Abklingbecken Stoffe einzulagern, die da nun wirklich nicht hingehören. Aber welche Regierung würde schon zugeben, dass man vielleicht-eventuell-möglicherweise auch angereichertes oder womöglich sogar waffenfähiges Plutonium hat? Also bleibt’s mal lieber unter Verschluß im Reaktor (Fukushima Block IV ???). Wie gesagt der sicherste Ort der Welt.

Gefährliche Stoffe lagert man da, wo es gefährlich ist.
Besonders gefährliche Stoffe da, wo es besonders gefährlich ist!

 

Halbwertszeit – die Zeit zum Vergessen

In der modernen Psychologie unterstellt man bei medial gesehenen Katastrophen eine Massen-Halbwertszeit von 10 Tagen. Nach 10 Tagen denken also nur noch 50% der Menschen daran, nach weiteren 10 Tagen nur noch 25%, nach einem Monat also nur noch ein Achtel usw.. Ein gutes Gesetz des Vergessens für das tägliche Überleben in der Politik. Kollektive Erinnerungen scheinen also schnell abzuklingen, was für radioaktive Belastungen ebenso wünschenswert wäre.

 

Fernsehmoderatoren, die wirklichen Fachleute

Ein Fernsehmoderator (den Sender nenne ich hier lieber nicht) erklärte die Halbwertzeit der Radioaktivität (Fukushima) kürzlich so: Halbwertzeit Jod 8 Tage: Nach 16 Tagen ist also bereits alles weg.

Ein fataler Trugschluß! Siehe Fukushima: Strahlendosis um das Tausendfache (des Festgelegten) überschritten? Beispiel: Die Halbwertszeit von Plutonium 239 beträgt 24.110 Jahre. Danach ist immer noch 50% der Strahlungsintensistät vorhanden, also noch um das 500-fache überschritten. Nach 48.220 Jahren ist die Strahlendosis noch um das 250-fache überschritten. Nach 771.520 Jahren ist die Strahlendosis noch um das etwa 15-fache überschritten. Erst nach 1,2 Millionen Jahren liegt die Strahlungsdosis knapp unter dem Richtwert (0,97).

Aber es gibt auch Stoffe (die nicht in das Abklingbecken gehören) mit einer weitaus höheren Halbwertszeit: Uran 235 mit 703.800.000 Jahren, Uran 238 mit 4.468.000.000 Jahren (in Worten 4 Milliarden Vierhundertachtundsechzig Millionen Jahre oder 51 Millionen Menschen-Generationen à 87 Jahren oder 2,2 Millionen Mal Jesus Christus bis heute) und Thorium 232 mit 14.050.000.000 Jahren… in Ewigkeit Amen.
Endlager unendlich?

Und damit sind wir beim Thema, welches (abgesehen von einer kleinen Atomkatastrophe) wirklich relevant ist: Wohin mit dem ewig strahlenden Müll nach einem Ausstieg? Ein Salzstock wie Gorleben war vor geologisch nicht allzu langer Zeit ein Weltmeer (vor ca. 250 Millionen Jahren). In dieser „kurzen” Zeit klingt Uran 235 noch lange nicht nennenswert ab.

Zurück zum Ausstieg

Wir sind also wieder da, wo wir fast schon waren: Beim Ausstieg. Diskutiert werden verschiedene gestaffelte Zeiten. Das wahre Dilemma liegt woanders. Kann ein Politiker mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von z.B. 79,9 Jahren die Aussage treffen, ein Endlager sei die nächsten 4.468.000.000 Jahre sicher? Eine aberwitzige Vorstellung! Das beste Endlager für millionenfach überhöhte Strahlenwerte ist wohl die Verdünnung im Ozean (Hinweis: Nicht ernst gemeint!) – mein nächstes Thema als Künstler.

Das Ölgemälde Kernschmelze “Meltdown” und weitere Gemälde zu Themen, die man gar nicht malen kann, sehen Sie auf seebauers-world.

Ich freue mich über Ihre Kritik und Diskussion. Dipl.-Ing. Univ. Christian Seebauer

Die Angst vor Lampedusa

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Ein Flüchtlingsboot in Seenot vor Lampedusa. Mann/ Frau über Bord, angestrahlt vom grellen Suchscheinwerfer eines Helikopters der Küstenwache. Hilfe? Fehlanzeige!

Auch das ist ein Thema für mich als Künstler. Ein paar schlaflose Nächte lang habe ich mich gefragt: Kann man dieses erbärmliche Szenario mit Pinsel und Leinwand einfangen, festhalten und zeigen? Klar: Ein Gemälde für das Wohnzimmer wird das nicht werden. Doch die Idee nahm in meinem Kopf immer mehr Gestalt an, ich musste es mir einfach “von der Seele” malen, in Öl, 150×100, blau, grün und violett.

Abschreckung und Verteidigung der “Front”

14.918 Flüchtlinge sollen 2011 nach Angaben der italienischen Regierung (vom März 2011) in Lampedusa angekommen sein. Hört sich viel an. Statistisch verteilt auf die europäische Bevölkerung (ca. 739 Millionen) würden wir von zwei Flüchtlingen auf je 100.000 Einwohner Europas sprechen. Aber man verteilt nicht. Man schickt die Frontex (Nomen est Omen: “Front”, “Ex”, EU-Grenztruppe) mit fragwürdigem Auftrag.

Was waren das noch für Zeiten, als der damalige Bundesinnenminister Otto Schily sog. Auffanglager direkt in Nordafrika vorgeschlagen haben soll; wohl um uns diese Bilder zu ersparen. Anstatt fairen Handel mit Nordafrika zu betreiben und den Menschen dort echte Chancen zu geben, hat man dem Diktator Gaddafi anscheinend tatsächlich Geld für das schmutzige Geschäft gezahlt, um uns diese Menschen einfach “vom Hals zu halten”. Äusserste Brutalität darf unterstellt werden.

Noch am 29.11.2010 forderte der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi am EU-Afrika Gipfel in Tripolis weiteres Geld, in Worten: Fünf Milliarden zur “Eindämmung” des Flüchtlingsproblemes.

 

Gewolltes Chaos?

Ist es gar gewollte Methode, der Welt Bilder von absaufenden Booten, überfüllten Lagern, schwerbewaffneten Beamten und untätigen Helfern zu zeigen? Abschreckung als Lösung?

Schon gibt es erste Stimmen, die ein noch härteres Vorgehen gegen die Boat-People mit dem Hinweis “auf terroristisch motivierte Flüchtlinge” fordern. Klar, wir glauben ja alles!

Als Künstler interessierte mich bei meinem neuen Ölgemälde “Lampedusa” das unerträgliche Leid dieser Boat-People in tosender See, das einzelne Schicksal, die erbärmliche Szene im nächtlichen Wellengang.

 

Das schmutzige Geschäft mit den Flüchtlingen

Wer “nur als Einzelner ertrinkt”, findet kaum mehr Erwähnung in den Abendnachrichten. Deshalb habe ich diese einzelne Person auf Leinwand gebannt, stellvertretend für all die anderen und für Sie, liebe Blogger, zur weiteren Diskussion!

Während dessen scheint das schmutzige Geschäft einfach weiter zu gehen. Dieses Mal mit der Regierung Berlusconis. Geld für Flüchtlinge? Ja, aber nicht für Flüchtlinge!

Ich werde wohl noch viele Bilder malen müssen!

Dipl.-Ing. Univ. Christian Seebauer

 

Bewegung in Bengasi

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Die vergessene Welt im Aufbruch

Es ist ruhig geworden mit der Berichterstattung über die Revolution in Libyen. Nur noch wenige Bilder schaffen es in die Abendnachrichten. Aber was passiert da direkt vor den Toren Europas?

Die Menschen in Bengasi stehen auf und fordern ihre Rechte auf Arbeit, Chancen, Bildung und Demokratie ein. Ohne Verbitterung gegenüber dem Westen, aber mit der Erwartung, dass wir ihnen jetzt endlich helfen werden, wo wir sie doch lange genug vergessen haben. Werden wir? (Ölbild Bengasi in groß auf Seebauers-World.com)

 

Lösung selbst finden…

Offenbar ringen unsere Politiker mit ihrer Position, denn es könnte sich herausstellen, dass der Westen Gaddafi jahrzehntelang mit unrühmlichen Milliarden-Deals unterstützt haben könnte. Womöglich wohlwissend, dass nichts je in der Bevölkerung ankommen würde.

Außenminister Westerwelle verkündet in einer Regierungserklärung am 18.03.2011 „Aus Sicht der Bundesregierung müsse die Lösung in Libyen selbst gefunden werden”.

Welch Diplomatenmoral. Noch ist Gaddafi ja da. Grünwald lässt grüßen (Sitz des Luxusanwesens eines Gaddafi-Sohnes im Nobelviertel München-Grünwald). Natürlich möchte man sich gleichzeitig alle Optionen offenhalten. So heißt es in der Regierungserklärung weiter:

Deutschland stehe “an der Seite der Menschen, die sich für Freiheit einsetzen”… vermutlich just in dem Moment, indem man mit selbigen Menschen florierende Geschäfte machen kann.

 

Der Traum der Freiheit

Als Künstler möchte ich im Blog „Sozialkritische Malerei” das Bild von Bengasi am Leben erhalten und mit Ihnen, liebe Besucher, darüber diskutieren.

Den Traum von einer anderen Welt, der in Bengasi gerade gelebt wird, wollte ich unbedingt auf der Leinwand in Öl in sandigen Farbtönen und kräftigen Strichen einfangen (100 x 80). Ganze Heerscharen lassen sich begeistern von einer noch vagen Idee der neuen Freiheit. Im Hintergrund lässt Machthaber Muammar-al-Gaddafi womöglich „die Ratten” bombardieren.

 

Facebook gegen Panzer

Die Gegensätze des Aufbruchs in Bengasi könnten größer nicht sein: Antike Kultur – junge Bevölkerung, Dornröschenschlaf und Erwachen, Naivität und Vision. Wie wird es weitergehen und was können wir tun?

Es sind vor allem junge Menschen, die hier aufstehen. Und: Religiös-fanatische Ziele scheinen gar keine Rolle zu spielen. Sogar Frauen waren als treibende Kraft mit dabei. Es ist der Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung, der sich gegen Panzer, Söldner und das eigene Regime erhebt. Die Hilfsmittel sind Handys, Fahnen, Facebook und Blogs… und für mich Pinsel und Leinwand.

 

Malen – Schreiben – Mitreden

Machen wir es ihnen gleich! Bloggen, Meinungen schreiben und damit Bewegung bringen! Denn die Lösung kann nicht nur in Libyen selbst gefunden werden. (Weitere Beiträge auf bewegung.taz: Die Angst vor Lampedusa)

 

Dipl.-Ing. Univ. Christian Seebauer

Tags: Demonstration Libyen Gaddafi Bengasi Benghazi Rebellen Arabische Welt

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Kommentar von urs

06.07.2012, 01:47 Uhr

Was können wir tun? Ganze Heerscharen haben sich begeistern lassen von einer medialen Verdummung. Wer hat da schon genau hingeschaut oder sich informiert? Man bekommt das Wort Diktator eingetrichtert, als zweites Revolution und schon sind alle kriegsbegeistert ohne wirklich hinzuschauen. 3000 saudische Soldaten, bzw Söldner aus aller Welt waren in Benghazi vertreten und haben Leute umgebracht. Das war keine Revolution und wurde zum Angriffskrieg auf einen souveränes Land genutzt. Die No-fly-Zone ein offenes Tor für NATO-Bomben.
90 000 Tote, ein Land zerstört,marodierende Milizen, weiterhin Tod.
Und nun Syrien, danach Iran.
Sich unabhängig informieren statt blindlings zu folgen, sollte an erster Stelle stehen.
Das haben die Medien weggelassen bzw verdreht. Man kann und muß sich informiern.
Wie war das in Libyen, wie ist es jetzt?

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